Auf dieser Seite möchte ich meine Gedanken zu verschiedenen Themen, die mir wichtig sind, mit dir teilen. 


ANGST

Hast du schon mal gehört, dass du deinen Hund bei Angst ignorieren solltest, weil du sonst seine Angst verstärkst? 

 

Wie würde es dir gehen, wenn du vor etwas Angst hast und dein Partner ignoriert deine Angst? Würdest du dir nicht wünschen, dass er dich ernst nimmt, dich vielleicht in den Arm nimmt und damit Sicherheit gibt. Dir mit seiner Stärke Beistand gibt? 

 

Wenn wir als wichtigster Sozialpartner unseres Hundes seine Angst und Befindlichkeit ignorieren, wie wirken wir dann wohl auf unsere Hunde? Als jemand, der Befindlichkeiten und Gefahren erkennt? Würdest du dich so jemandem voller Vertrauen anschliessen? 

Wollen wir nicht genau das erreichen, dass sich unsere Hunde uns voller Vertrauen anschliessen? 

 

Im Grunde genommen ist das ganz einfach: 

Sei ein verlässlicher Sozialpartner! 

Ganz besonders, wenn dein Hund Angst hat oder verunsichert ist. Nimm deinen Hund ernst und kommuniziere mit ihm auf Augenhöhe. Steh ihm bei und bleib in seiner Nähe. 

 

Das Ganze lässt sich sogar wissenschaftlich erklären. Angst ist nämlich lebensnotwendig, denn sie bereitet den Körper darauf vor zu fliehen. Oder sich zu verteidigen / zu kämpfen. Wer also keine Angst hat, würde bei entsprechender Gefahr sterben. Angst hat also einen Grund und ist natürlich. Biochemisch passiert dabei folgendes: Angst erzeugt Stress und dabei wird im Körper das Stresshormon Cortisol produziert. Dieses bereit den Körper für die Flucht oder den Kampf vor. 

 

Wenn du also deinen Hund, der Angst hat, berührst, ihn sanft und liebevoll streichelst, verständnisvoll mit ihm sprichst, ihn tröstest und damit einfach ein gutes Gefühl vermittelst, dann wird in seinem Körper (und auch in unserem) das Bindungs- und sogenannte Kuschelhormon Oxytozin produziert. Je höher der Spiegel des Oxytozin steigt, desto schneller wird das Cortisol, was durch Stress und Angst produziert wurde, abgebaut. 

 

Heisst also: Wohlgefühl da – Angst weg – und dabei noch Bindung und Vertrauen verstärkt. So einfach ist das! 

FREIHEIT

Träumst du davon, deinen Hund immer und überall frei laufen lassen zu können? Wünscht du dir, dass dein Hund auch im Freilauf in einem angemessenen Radius um dich herum bleibt? Fühlst du dich unsicher, ob du deinen Hund in jeder Situation stoppen und zu dir rufen kannst? Hast du schon unzählige Trainingsansätze zu diesen Themen versucht und bist doch immer wieder gescheitert? 

 

Wenn du dich in einigen oder sogar allen Sätzen wiederfindest, sie mit JA beantworten kannst, dann fühl dich nicht alleine. Es geht ganz vielen Hundehaltern so. Auch mir ist es lange so gegangen.

Der Frust ist gross, wenn es einfach nicht klappt mit dem "Zurückkommen". Oder wenn der "freie" Hund kaum losgelassen, sofort in seine eigene Welt abtaucht und einfach mal 100 Meter weit weg rennt. Durch jeden Reiz so abgelenkt wird, dass er nicht mehr ansprechbar ist. 

 

In meinen Augen gibt es für diese Themen nicht DEN EINEN Trainingsansatz oder DIE EINE Methode, die für alle funktioniert und endlich die gewünschte Veränderung bewirkt. Es ist vielmehr so, dass Alltag Training ist und Training Alltag ist

Es fängt also bei den kleinen Dingen an. Die Basis für eine sichere Bindung ist das VERTRAUEN meines Hundes, dass ich seine Grundbedürfnisse verlässlich erfüllen kann und will. Dieses muss ich mir, im Übrigen genauso wie bei menschlichen Beziehungen, aktiv aufbauen und langfristig erhalten.  

 

Die sogenannte "Erziehung" kann also nur immer auf der Basis von Beziehung und Bindung gelingen, denn sie ist das Fundament für einfach ALLES! 

Körperblocks

Hast du schon mal den Rat bekommen, du sollst deinen Hund körperlich blockieren? Zum Beispiel, wenn er nicht neben oder hinter dir laufen will, wenn er vor dir zur Türe raus will. Oder so ganz allgemein im Sinne von: "du solltest deinen Hund körpersprachlich einschränken, wenn er "unerwünschtes" Verhalten zeigt"? Falls du das schon gemacht hast oder immer noch machst, hat es nachhaltig funktioniert? 

 

Ich möchte mit dem folgenden Text zum Thema Körperblocks zum Nachdenken anregen und versuche aufzuzeigen, was diese Art von Umgang mit dir und deinem Hund macht. 

 

Sogenannte Körperblocks oder eben auch körpersprachliche Einschränkung bzw. Korrektur gefährden die Bindung zwischen dir und deinem Hunde erheblich! Sein Vertrauen in dich wird erschüttert, denn du wirst für deinen Hund unberechenbar. Hunde können über die blosse Korrektur nicht konstruktiv oder nachhaltig lernen. Sie brechen lediglich das Verhalten, welches sie gerade ausführen, aus Erschrockenheit und oder Angst ab. Sie lernen aber nicht was sie anstelle dessen tun sollen. Was also haften bleibt ist Frust und Angst vor der nächsten Korrektur. 

 

Wenn du also immer wieder bei unterschiedlichsten Themen körpersprachlich korrigierst, wird dein Hund zusehend unsicherer werden und zwar in jeglichem Verhalten. Denn er weiss nie, wann jetzt wieder so eine Korrektur von dir erfolgt. Und nein, man kann den Hund nicht auf eine nette Art blockieren. Der Stresspegel bei deinem Hund steigt bei jedem Block kontinuierlich an. Im schlimmsten Fall hast du dann irgendwann einen Hund der aus purem Stress und dadurch entstandenem Frust die Flucht nach vorne ergreift und allenfalls dabei auch Aggressionen dir gegenüber zeigt. Fakt ist, er wird seinen Frust irgendwo abbauen müssen. Das kann bis hin zur Selbstverletzung führen. 

 

Hunde verknüpfen Kontexte. Das heisst, ALLES was in einer bestimmten Situation von ihnen wahrgenommen wird, wird miteinander verknüpft. 

Ein Beispiel: 
Wenn du deinen Hund bei Hundebegegnungen körperlich korrigierst, weil er zum anderen Hund hin will oder der andere Hund ist ihm einfach zu nah, er fühlt sich unwohl und fängt an zu bellen und in die Leine zu steigen oder er möchte einfach nur schauen und du verstellst ihm aber mit deinem Körper die Sicht oder zwingst ihn sich abgewendet hinzusetzen etc. etc. wie fühlt er sich wohl in diesem Moment? Unsicher, ängstlich, frustriert. Das ist je nach Hundetyp unterschiedlich. Mit Sicherheit ist er aber nicht entspannt. Was verknüpft er also wohl in einer solchen Situation? 
Fremder Hund = mein Mensch wird "arschig" = ich bin frustriert, ängstlich, verunsichert. 
Der Grundstein für Leinenagression ist somit also gelegt. 

 

Hunde lernen, wenn sie gelassen Erfahrungen sammeln können. Wenn wir "positives" Verhalten belohnen oder sogenannt "unerwünschtes" Verhalten umlenken, in dem wir Alternativverhalten anbieten. Eigentlich ganz logisch, oder?

Falls du Tipps für mögliches Alternativverhalten brauchst, dann nimm doch Kontakt mit mir auf. Ich helfe dir gerne dabei ein harmonisches Leben mit deinem Hund zu erreichen.